Politischer Ausblick auf 2017

Die neue Oxfam-Studie über Wohlstand & Armut zeigt: 8 Männer besitzen mit rund 426 Milliarden US-Dollar mehr Geld als rund 3,7 Milliarden Menschen – und somit mehr als die Hälfte aller Menschen auf unserem Planeten:

Microsoft-Gründer Bill Gates = 75 Milliarden Dollar
Zara-Gründer Amancio Ortega = 67 Milliarden Dollar
Investmentler Warren Buffet = 60,8 Milliarden Dollar
Mobilfunkunternehmer Carlos Slim Helu =50 Milliarden Dollar
Amazon-Chef Jeff Bezos= 45,3 Milliarden Dollar
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg = 44,6 Milliarden Dollar
Oracle-Chef Larry Ellison = 43,6 Milliarden Dollar
Wall-Street-Größe Michael Bloomberg = 40 Milliarden Dollar

(Die reichste Frau ist übrigens Liliane Bettencourt mit 36,1 Milliarden Dollar. Wer noch mehr wissen will: hier die Forbes-Liste 2016). Aber darum geht es gerade nicht.

Es geht darum, dass noch nie in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte der Wohlstand weltweit so ungleich verteilt ist wie heute.

Diese „Fehlentwicklung“ ist eine vorhersehbare und beabsichtigte Folge des Kapitalismus, die bewusst durch günstige politische und unternehmerische Bedingungen flankiert wird. Im Kapitalismus werden alle Bereiche unseres Daseins vermarktet und infiltriert, bis in die Intimsphäre hinein. Hier sind progressive Menschen gefordert, diese – an sich menschenfeindlichen – Strukturen und deren Folgen immer wieder öffentlich zu benennen und zu thematisieren. Als AutorInnen im Sachbuchbereich als auch in der Belletristik, als KünstlerInnen in der Kunst etc. Als Verlag durch das Publizieren.

Nicht zuletzt dafür sind alternative, politische und feministische Strukturen notwendig, zu denen sich Marta Press zählt.

Von den Mainstream-Medien weitgehend ignoriert trafen sich im Dezember 2016 in Brüssel feministische Politikerinnen  zur Tagung „Feminist answers to nationalism and fascism“. Soraya Post, Abgeordnete im Europaparlament für die schwedische Feministiskt Initiativ (F!) hatte dazu eingeladen. Aus Deutschland nahmen Vertreterinnen der Feministischen Partei DIE FRAUEN teil. Feministinnen aus weiteren 13 Nationen waren vertreten, unter anderem die Vorsitzenden der neuen europäischen Frauenparteien in Finnland (gegründet im August 2016) und Großbritannien (gegründet 2015). Die Frauen  berichteten übereinstimmend von zunehmendem Nationalismus, der immer mit Rückschritten bei den Frauenrechten und Entsolidarisierungen einhergeht. Deshalb braucht Europa Feminismus! Feminismus ist das Gegenteil von Nationalismus und Rechtsradikalismus.
Feministinnen fordern:
– den weltweiten Schutz der Menschenrechte,
– die Öffnung der europäischen Grenzen
– die Bekämpfung der Hauptfluchtursachen: Kriege und Waffenexporte
– eine Politik für gesellschaftlich nützliche, sinnvolle und sichere Arbeitsplätze
– ökonomische Unabhängigkeit für Frauen
– eine diskriminierungsfreie Gesellschaft
– ein gutes Leben für alle Menschen.

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