23. August 2017: Sandra Müller liest in Hamburg

Die Terre des Femmes-Städtegruppe Hamburg lädt ein zur Lesung am Mittwoch, den 23. August 2017 ab 18.30 Uhr mit Sandra Müller.
Die Autorin liest aus ihrem Buch „Ehrbare Frauen“, in dem sie Einblicke in die Leben von Frauen, die als Dominas und Prostituierte in Deutschland tätig sind oder waren, gibt.
cover-ehrbare-frauenBei ihren Recherchen entstand zwischen ihr und den Frauen ein tiefes Vertrauensverhältnis, sodass in den Interviews viel über die Privatleben, Biografien und die Tätigkeiten in der Sexindustrie erzählt wurde.
Sandra Müller wird zudem das am 1. Juli 2017 ratifizierte Prostitutionsgesetz sowie das Nordische Modell vorstellen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Diskussion und Austausch.
Die Autorin lebt und arbeitet in Konstanz am Bodensee, ist Mitglied bei TERRE DES FEMMES e. V. sowie Sisters e. V. und war Notruf-Frau bei „Frauen helfen Frauen e. V.“

Ort: Landesfrauenrat Hamburg, Grindelallee 43 (Eingang im Hof hinten rechts; Sauerberghof), 20146 Hamburg.

 

 

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Schreiben im geteilten Deutschland – Emanzipation und Erbe

Einen sehr guten Rückblick auf diese Podiumsdiskussion, die im Januar 2017 stattfand, geben Maria-Magdalena Pela und Katrin Neukirch auf Seite 37 in der Ausgabe 54 des Bulletin Info des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Berliner Humboldt-Universität.

Es war uns wichtig das weibliche Schreiben in den Mittelpunkt zu rücken, denn noch immer besteht auf vielen Ebenen ein Missverhältnis in der Wahrnehmung und Wertschätzung von Literatur von Frauen. Die Subordination der weiblichen Literatur findet sich in offiziellen literarischen Kanons, bei Preisverleihungen sowie bei der Bezahlung der Autorinnen.

Ohne Worte: von den eingeladenen Männern aus Wissenschaft und Verlagswesen ist niemand gekommen.

www.vginfo.org

Die Initiative www.vginfo.org , eine kritische Plattform gegenüber den Verwertungsgesellschaften, hat einen 4-seitigen alternativen Satzungsentwurf erarbeitet, um den Sichtweisen der AutorInnen mehr Gewicht zu verleihen.
AutorInnen sollten sich dringend mit dieser Problematik auseinandersetzen, denn die EU arbeitet „mit Hochdruck darauf hin, dass die Urheber/innen in Zukunft nicht mehr selbst entscheiden sollen (ob sie die Verleger/innen an ihren Ausschüttungen beteiligen, Anm. d. Verlegerin). Vielmehr sollen die Verleger/innen in Zukunft einen Rechtsanspruch auf Beteiligung gegen die Autorinnen und Autoren, auf Beteiligung an deren ,gerechtem Ausgleich‘ bekommen“, so sinngemäß vginfo.org.

Termin für die Leipziger Buchmesse „Engagiert euch!“ am 24.03.2017

Engagiert euch!

»Warum Autorinnen und Autoren politisch werden müssen«
Diskussion auf der Leipziger Buchmesse mit Nina George, Janet Clark und Anke Gasch am 24. März 2017 (Messe-Freitag) von 14:30–15:00 Uhr beim Forum autoren@leipzig, Halle 5, D 600.

Die Autorenschaft in Deutschland stand weitestgehend ohne schlagkräftige Lobby da, um sich für Rechte einzusetzen oder sie zu verteidigen. Bis zur Gründung des Netzwerks Autorenrechte im Oktober 2016, das 7.000 SchriftstellerInnen aus neun unterschiedlichen Verbänden von BuchautorInnen repräsentiert.

»Neben autorenrechtlichen Belangen geht es uns um besondere Themen: Warum zum Beispiel schreibende Frauen bei Literaturpreisen, Förderungen oder Podiumsbesetzungen so selten bedacht werden, aber dafür online weit mehr Schmähungen oder Beleidigungen hinnehmen müssen als ihre männlichen Kollegen. Ebenso müssen wir als Schriftstellerinnen Stellung beziehen können – gegen rechtsextreme Positionen oder die Verfolgung unserer Kolleginnen in der Türkei.«, so Nina George.

Janet Clark, Präsidentin der Mörderischen Schwestern e.V. sieht auch die Buchbranche in der Pflicht, die Quellen zu schützen, von denen sie lebt – und AutorInnen nicht mit Flatrates, Preisdumping und der Konzentration auf Hyperbestseller finanziell weiter an den Rand zu drängen.

Das Netzwerk will aufklären, zeigen, wo was schiefläuft, Lösungsvorschläge für die Politik erarbeiten und zu Debatten unter den AutorInnen auffordern.

Mehr dazu: https://www.autorenwelt.de/blog/engagiert-euch

Marta Press hatte ein gutes Jahr 2016!

Im August/September 2016 hatten wir die Unterstützung von zwei Praktikantinnen und wir haben entsprechend fleißig gearbeitet. Planmäßig ist unser erstes Hardcover- und Kinderbuch erschienen: Flora und der Honigkuss“. Es wurde in der L-Mag und in der Missy positiv rezensiert.
(Dies ist auch ein bißchen ein historisches Ereignis, da Marta Press bislang von manchen feministischen Medien ignoriert worden ist bzw. immer noch wird, wie zum Beispiel von  Emma oder Wir Frauen.

Es gab über 20 Lesungen in diesem Jahr!
Im Juni waren wir mit einem Bücherstand bei der Radical Bookfair in Hamburg vertreten und Ilka Haederle las aus ihrem Buch „Die Andere“.
Im September 2016 lasen unsere drei Autorinnen aus Berlin Juliane Beer, Ulrike Gramann und Katrin Heinau bei der Langen Nacht der Literatur in Hamburg vor ausgebuchtem Lesesaal.

Die Autorin Barbara Müller und die Illustratorin Ann-Kathrin Nikolov lasen im November 2016 auf der Messe „Queeres Verlegen“ in Berlin und der verlagseigene Bücherstand wurde sehr gut frequentiert. Als Standnachbarinnen hatten wir die erfahrenen Kolleginnen vom Verlag „Krug & Schradenberg“. Und es gab ein schönes Essen mit einigen Autorinnen und der Verlegerin im „Safran“.

Ein großer Erfolg war natürlich die Nominierung des Buches „Pici“ von Robert Scheer auf der Longlist der Hotlist der Unabhängigen Independentverlage. Von 158 Einsendungen kamen wir unter die ersten 30.
Im Dezember 2016 hat der Tagesspiegel das Buch in seinem Beitrag „Ich denke, sie verhungerten einfach“ gewürdigt.

Alles in Allem ist die Verlegerin sehr zufrieden mit dem Verlagsjahr. Und mit spannenden Büchern wird es in 2017 weitergehen! Hier schon mal die Vorschau!