23. August 2017: Sandra Müller liest in Hamburg

Die Terre des Femmes-Städtegruppe Hamburg lädt ein zur Lesung am Mittwoch, den 23. August 2017 ab 18.30 Uhr mit Sandra Müller.
Die Autorin liest aus ihrem Buch „Ehrbare Frauen“, in dem sie Einblicke in die Leben von Frauen, die als Dominas und Prostituierte in Deutschland tätig sind oder waren, gibt.
cover-ehrbare-frauenBei ihren Recherchen entstand zwischen ihr und den Frauen ein tiefes Vertrauensverhältnis, sodass in den Interviews viel über die Privatleben, Biografien und die Tätigkeiten in der Sexindustrie erzählt wurde.
Sandra Müller wird zudem das am 1. Juli 2017 ratifizierte Prostitutionsgesetz sowie das Nordische Modell vorstellen. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Diskussion und Austausch.
Die Autorin lebt und arbeitet in Konstanz am Bodensee, ist Mitglied bei TERRE DES FEMMES e. V. sowie Sisters e. V. und war Notruf-Frau bei „Frauen helfen Frauen e. V.“

Ort: Landesfrauenrat Hamburg, Grindelallee 43 (Eingang im Hof hinten rechts; Sauerberghof), 20146 Hamburg.

 

 

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Termin für die Leipziger Buchmesse „Engagiert euch!“ am 24.03.2017

Engagiert euch!

»Warum Autorinnen und Autoren politisch werden müssen«
Diskussion auf der Leipziger Buchmesse mit Nina George, Janet Clark und Anke Gasch am 24. März 2017 (Messe-Freitag) von 14:30–15:00 Uhr beim Forum autoren@leipzig, Halle 5, D 600.

Die Autorenschaft in Deutschland stand weitestgehend ohne schlagkräftige Lobby da, um sich für Rechte einzusetzen oder sie zu verteidigen. Bis zur Gründung des Netzwerks Autorenrechte im Oktober 2016, das 7.000 SchriftstellerInnen aus neun unterschiedlichen Verbänden von BuchautorInnen repräsentiert.

»Neben autorenrechtlichen Belangen geht es uns um besondere Themen: Warum zum Beispiel schreibende Frauen bei Literaturpreisen, Förderungen oder Podiumsbesetzungen so selten bedacht werden, aber dafür online weit mehr Schmähungen oder Beleidigungen hinnehmen müssen als ihre männlichen Kollegen. Ebenso müssen wir als Schriftstellerinnen Stellung beziehen können – gegen rechtsextreme Positionen oder die Verfolgung unserer Kolleginnen in der Türkei.«, so Nina George.

Janet Clark, Präsidentin der Mörderischen Schwestern e.V. sieht auch die Buchbranche in der Pflicht, die Quellen zu schützen, von denen sie lebt – und AutorInnen nicht mit Flatrates, Preisdumping und der Konzentration auf Hyperbestseller finanziell weiter an den Rand zu drängen.

Das Netzwerk will aufklären, zeigen, wo was schiefläuft, Lösungsvorschläge für die Politik erarbeiten und zu Debatten unter den AutorInnen auffordern.

Mehr dazu: https://www.autorenwelt.de/blog/engagiert-euch

Lesung mit Anja Röhl

Im Mai diesen Jahres jährte sich der Todestag von Ulrike Meinhof zum 40. Mal. Ulrike Meinhof, geboren 07.10.1937, wurde am 09.05.1976 im Gefängnis Stammheim tot aufgefunden.

Am 07. Oktober 2016 gab es im Centro Sociale in Hamburg wieder eine Gelegenheit, Anja Röhl bei einer  Lesung aus ihrem Buch „Die Frau meines Vaters. Erinnerungen an Ulrike“ (Edition Nautilus 2013) zu erleben. Ulrike Meinhof war die neue Partnerin von Anjas Vater Klaus Rainer Röhl (Jg. 1928) und somit die „Stiefmutter“ von Anja Röhl, Jahrgang 1955.

Im Buch werden die familiären Entwicklungen geschildert. Im September 1962 gebar Ulrike Meinhof die Zwillinge Regine und Bettina Röhl, die Halbschwestern von Anja Röhl.
Alle drei Töchter haben ein schweres biografisches Erbe durch ihre Eltern zu tragen. Sexuelle Übergriffe des Vaters an seinen Töchtern Anja und Bettina, Trennungen, Scheidungen, früher Verlust der Mutter durch deren Tod im Falle von Bettina und Regine Röhl, extrem voneinander abweichende politische Ansichten und Aktivitäten innerhalb der Familienstrukturen – bis in die Gegenwart …

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Das Buch von Anja Röhl ist in dem Sinne kein politisches Sachbuch, aber wie hieß es auch schon damals „Das Private ist politisch“. Und so erfüllt es seine Funktion als ein wichtiger Baustein, um sich der Biografie von Ulrike Meinhof anzunähern.
Empfehlenswert in diesem Zusammenhang sind desweiteren zwei Ulrike-Meinhof-Biographien: einmal von Jutta Ditfurth „Ulrike Meinhof. Die Biografie“ (Ullstein 2009) und von Katriina Lehto-Bleckert die Dissertation mit dem deutschen Titel „Ulrike Meinhof 1934-1976: Ihr Weg zur Terroristin“.

Interessant ist auch die WDR-Sendung von Sibylle Plogstedt mit Ulrike Meinhoffs Schwester Wienke Zitzlaff vom 28.09.2014, hier anzuhören.

Lange Nacht der Literatur in Hamburg…

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Am 03. September 2016 lesen die drei Berliner Marta Press-Autorinnen Juliane Beer, Katrin Heinau und Ulrike Gramann im Rahmen der „Lange Nacht der Literatur in Hamburg“ bei den Bücherfrauen:

Unterwegs mit starken Frauen – BücherFrauen stellen ihre Werke vor
Ob auf der Straße oder am Klavier, im Kreise der besten Freundinnen oder im Kampf ums Überleben – die Reisen dieser Frauen bewegen, unterhalten und inspirieren. Die BücherFrauen Hamburg laden zu einer Reihe von Lesungen ein, die Einblicke in vielseitige Lebens- und Wirkungsgeschichten bieten und auch die Frauen hinter den Büchern sichtbar machen. Ein Abend mit zehn Autorinnen und verschlungenen Lebenswegen.
Mit Getränken und veganen Snacks. Barrierefreier Zugang.
Karten: 8 € an der Abendkasse vor Ort: Monetastraße 4, 20146 Hamburg, Erdgeschoss.

17.30–19.15 Uhr:
Martina Mosebach: Die Grenzschwimmerin. Punktum Bücher 2016.
Katrin Heinau: Das glückliche Leben. Eine moralische Erzählung. Marta Press 2015.
Ute Elisabeth Mordhorst: Und immer stark sein. Die Geschichten unserer Mütter. Herder 2014.
Theresa Amrehn, Henriette Dyckerhoff, Nadine Wedel: Königin der Landstraße. Meine Jahre auf der Walz. Piper 2016.
Bettina Steitz: Vegan rockt! Die besten Rezepte aus aller Welt. Lempertz 2016.

19.45–21.30 Uhr:
Brigitte Beier, Karina Schmidt: Hier spielt die Musik! Tonangebende Frauen in der Klassikszene. AvivA 2011.
Patricia Paweletz: Die Männer meiner Freundinnen. Punktum Bücher 2015.
Bettina Schaefer: Ich bleibe Optimist, trotz allem. Erinnerungen an Noach Flug. Jetztzeit Verlag 2014.
Juliane Beer: Frau Doktor E. liebt die Abendsonne. Marta Press 2015.
Ulrike Gramann: Du bist kein Kind mehr. Erzählungen aus dem erwachsenen Leben. Marta Press 2014.

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