Rechte und/oder antifeministische Lektüren

Verlegerinnen und Verleger sowie Autorinnen und Autoren mit (neu)rechten und/oder  antifeministischen Positionen gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts. Immer wieder gelingt es ihnen, auch nicht-rechte Strukturen für Public Relation zu nutzen wie bei Buchmessen, als Werbebeilagen in nicht-rechten Medien etc.

Heutzutage publizieren auch Mainstream-Sachbuch-Verlage Werke von antifeministischen AutorInnen. Da brauchen sich die Herren Verleger nicht selbst die Hände schmutzig zu machen, sondern fungieren als Multiplikatoren. Im LIT-Verlag von Dr. Wilhelm Hopf erschien das Buch „Das Gender-Paradoxon“ von Prof. Dr. Ulrich Kutschera. Kutschera behauptet darin, das Feministinnen „Mann-Weiber“ seien und Mafiaähnliche Methoden anwenden, um ihre „fundamentalistische Ideologie“ durchzusetzen. Gender Studies seien wie ein „Krebs-Geschwür“. Auch schön das Zitat von ihm:

„Da es immer mehr studierte Damen gibt, fehlen für Männer ohne Hochschulabschluss Frauen mit gleichem (bzw. niedrigerem) Bildungsniveau. Diese gebildeten, nicht aber studierten Männer finden demgemäß keine Partnerin mehr und sind dann auf Import-Bräute (z.B. aus Thailand) angewiesen.“

Der Verlag Weissbooks von Dr. Reiner Weiss (zuständig für das Programm) veröffentlichte das Buch „Wer will schon Quotilde sein. Gegen Quotenwahn und Gleichmacherei“ von Mona Jaeger, nun FAZ-Redakteurin.
Und Antifeministin Birgit Kelle, Autorin in neurechten Medien wie eigentümlich frei oder Junge Freiheit, publiziert im Adeo-Verlag von Stefan Wiesner, der auch Bücher von Margot Käsmann herausbringt.

Am 09. Juni 2017 sorgte ein langjähriger Spiegel-Redakteur dafür, dass der rechte Antaios Verlag (Schnellroda) des neurechten Publizisten Götz Kubitschek mit einem Buch von Rolf Peter Sieferle auf Platz 9 der Sachbuchliste des Monats Juni kam. Die Empfehlungsliste der Süddeutschen Zeitung (SZ) und des Norddeutschen Rundfunks (NDR), die auch im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels veröffentlicht wurde, enthielt so ein Buch mit antisemitischen und neurechten Tiraden.

Zur Jury gehörten René Aguigah (Deutschlandradio), Dr. Jens Bisky (SZ), Prof. Dr. Rainer Blasius (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Dr. Eike Gebhardt, Daniel Haufler (Berliner Zeitung), Dr. Otto Kallscheuer, Petra Kammann (inrheinkultur), Elisabeth Kiderlen, Jörg-Dieter Kogel (Radio Bremen), Prof. Dr. Ludger Lütkehaus, Prof. Dr. Herfried Münkler (Humboldt Universität zu Berlin), Dr. Jutta Person (Philosophie Magazin), Wolfgang Ritschl (ORF Wien), Florian Rötzer (Telepolis), Dr. Johannes Saltzwedel (Der Spiegel), Sabine Sasse, Albert von Schirnding, Dr. Frank Schubert (Spektrum der Wissenschaft), Dr. Jacques Schuster (Die Welt), Norbert Seitz (Deutschlandfunk Köln), Hilal Sezgin, Dr. Elisabeth von Thadden (Die Zeit), Dr. Uwe Justus Wenzel (Neue Zürcher Zeitung), Stefan Zweifel (Schweizer Kritiker). Den Vorsitz hatte Dr. Andreas Wang (NDR Kultur).
(Nur mal am Rande: 6 Frauen und 19 Männer!).

Jens Bisky ist umgehend am 11. Juni 2017 aus der Jury ausgetreten, während sich NDR Kultur erst am 12. Juni 2017 von der Entscheidung der Jury distanzierte.

Nachtrag vom 13.06.2017:
20 Punkte konnte ein Jurymitglied an verschiedene Bücher vergeben, meistens wurden diese auf zwei bis vier Bücher aufgeteilt. Mittlerweile bekannte sich der Spiegel-Redakteur Dr.  Johannes Saltzwedel dazu, dem Buch „Finis Germania“ seine 20 Punkte gegeben zu haben, um das Buch auf die Liste zu bekommen. Saltzwedel kam inzwischen der Aufforderung des Jury-Vorsitzenden zum Austritt aus der Jury nach. Seine Erklärung zu seiner Motivation und Entscheidung, jeden Satz des Autors „diskutieren zu wollen“, ist dumm, würde sie doch im Umkehrschluß bedeuten, dass ausgerechnet fragwürdige rassistische, antifeministische und sexistische Bücher zu nominieren seien, um sie zu „diskutieren“.
Schwach auch, dass erst mediale Reaktionen dazu führten, dass sich ein öffentlich-rechtlicher Sender Tage nach der Veröffentlichung distanzierte.

 

 

 

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Kein bzw. nur geringer Lohn für PraktikantInnen in Verlagen

Eine Umfrage von Junge Verlagsmenschen hat peinliche Resultate über Verlage ergeben:

  • 60 Prozent aller Volontariate dauerten länger als ein Jahr.
  • 28 Prozent der VolontärInnen gaben an, „oft oder immer“ Überstunden zu leisten.
  • VolontärInnen verdienen durchschnittlich 1.327 Euro brutto (das sind 210 € mehr als vor Einführung des Mindestlohns).
  • Für den Ausbildungscharakter des Volontariats fehlen häufig ein/e BetreuerIn, ein Ausbildungsplan und die Möglichkeit zur Weiterbildung. Stattdessen ersetzen sehr viele VolontärInnen eine reguläre Fachkraft.
  • 38 Prozent der Praktika waren unbezahlt.
  • Im Schnitt verdiente ein/e Praktikant/in 287 Euro brutto (2015: 275 Euro).
  • Verlage stellen bevorzugt PflichtpraktikantInnen ein, für die kein Mindestlohn fällig ist.

Mit einem Praktikums-Lohn unter 300 € kann man in Städten wie Hamburg nicht einmal ein WG-Zimmer bezahlen. So erweisen sich diese Strukturen der Niedrig- bzw. Nichtentlohung bereits als Hindernisse für diejenigen jungen Nachwuchskräfte, die gerne in Verlagen tätig sein würden, aber keinen finanziellen Background haben, der ihnen die Möglichkeit erlaubt, ein unbezahltes bzw. kaum bezahltes Praktikum durchzuführen.

Leider setzen sich weder der Deutsche Börsenverein, noch das Netzwerk der Bücherfrauen oder die Kurt-Wolff-Stiftung für eine angemessene Entlohnung von PraktikantInnen (und VolontärInnen) ausdrücklich ein.

2014 äußerte Norsin Tancik von buchkarriere.de in einer Umfrage vom Börsenblatt:

Die Indies bezahlen den Nachwuchs oft schlecht – oft genug sind es aber auch größere Häuser, die bei der Ausbildung den Geldbeutel zusammenkneifen.

Und Valeska Henze, Bücherfrau, erklärte 2014:

Gemeinsam ist uns, dass wir alle in einer Branche mit hohem Selbstausbeutungspotenzial arbeiten und viele dabei in den unteren Honorar- oder Gehaltsgruppen landen. Ein Mindestlohn könnte da einen Einstieg in die adäquate Entlohnung innerhalb der Branche bedeuten, und hoffentlich auch eine Nivellierung der Entgeltunterschiede zwischen den Geschlechtern einleiten. (…) Volontariate und längere Praktika sollten idealerweise auch berücksichtigt werden, auch wenn dies für viele kleine Verlage wahrscheinlich schwierig zu bewerkstelligen wäre. Aber grundsätzlich sollten Verlage erst einmal in die Pflicht genommen werden, Arbeit angemessen zu vergüten.

Für die aktuelle, o. g. Umfrage unter Nachwuchskräften hat der Verein Junge Verlagsmenschen die Angaben von 798 Personen ausgewertet, darunter 440 Young Professionals, 247 Volontäre und 176 PraktikantInnen.

Visionen im Kontext von Verlagswesen, Buchhandel, AutorInnen und RezipientInnen

Gegenwärtig sind spannende Entwicklungen und – teils noch zögerliche – Weichenstellungen im Kontext von Wissensproduktion und -konsum zu beobachten. Folgende Verschiebungen und Entwicklungen hält die Verlegerin im Zuge der Digitalisierung in diesem Kontext in einigen Jahren für wahrscheinlich:
– das „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ (kurz: VLB) wird eine höherwertige Schnittstelle zwischen produzierenden und konsumierenden Einrichtungen einnehmen. Präzisere Verschlagwortungen & Stichwörter, Inhaltsverzeichnisse und umfangreichere Daten zu den Wissensproduzierenden/AutorInnen werden im VLB von qualifizierten Fachkräften der Verlage angelegt und von dort aus zentral abrufbar sein: sowohl für (End-)KonsumentInnen als auch Wissenseinrichtungen, Medien etc.
– Die manuellen bibliographischen Eingaben von BibliothekarInnen an den einzelnen Hochschulbibliotheken und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen entfallen.
– Buchbestellungen sind digital per VLB möglich.
– Die Bestellungen über den regionalen Buchhandel seitens der einzelnen Hochschulbibliotheken und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen entfallen.
– Jedes Buch im VLB ist in digitaler Form hinterlegt.
– Druckereien produzieren überwiegend im Digitaldruckverfahren bzw. weiter optimierten Verfahren. Im Offsetdruck werden nur noch wenige Werke gedruckt.
– Lagerkosten sinken demzufolge rapide für Druckereien, Verlage und herkömmliche Vertriebsstrukturen.
– das VLB fungiert als grösste Buch-Datenbank. Verkäufe/Abrufe werden direkt mit den einzelnen Verlagen bzw. Selfpublishern abgerechnet.

Wird fortgesetzt….

Splitter von der Leipziger Buchmesse 2017

teutscher-teich
Gut positioniert gegenüber vom Compact-Stand

Donnerstag 23.03.2017 Anreisetag.
Im Zug ab Berlin sitzen uns drei junge Männer gegenüber: einer mit tätowierten Armen („Die Stunde der Sieger“ etc.), der andere mit blondem Seitenscheitel, Bomberjacke und einem Körpertick, der Dritte einfach nur sehr lang. Ein bisschen wie 90er und voll ostdeutsches Klischee. Nix Innovatives, denke ich.

Noch auf dem Leipziger Hauptbahnhof treffe ich zufällig – nach Jahren des Nichtsehens – einen bekannten Journalisten und Autor, der in einem der nächsten bei Marta Press erscheinenden Sammelband vertreten sein wird.

Am Donnerstagabend war ich als Verlegerin zum Independence-Dinner eingeladen in einer IN-Location in Leipzig. Viele der dort anwesenden Verlegerinnen und Verleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind 55+ und kennen sich seit zig-Jahren. Es gab u. a. kurze Redebeiträge von Britta Jürgs (Konrad-Wolff-Stiftung),  Ursi Anna Aeschbacher (SWIPS) und Alexander Potyka (Arge Österreichische Privatverlage) sowie Essen und Trinken satt. Ich erfahre an meinem Tisch von einer Schweizer Verlegerin, wie schwierig es ist, wenn es im Land wie der Schweiz keine Buchpreisbindung gibt und die LeserInnen lieber in umliegenden Ländern oder online ihre Bücher kaufen, der Verlag aber Betriebskosten nach Schweizer Konditionen hat.
An meinem Tisch nahm eine Journalistin das Trinken zu eifrig wahr: es gab eine unappetitliche Szene, als sie sich unauffällig wähnte, ihr Besteck fiel runter und das letzte, das ich von ihr sah, war, wie sie einem Verleger auf die Haut rückte.
Für mich als Neu-Verlegerin mit Noch-Keinen-Kontakten und einer Extrovertiertheit gegen Null, die es aber immerhin mit einem Buch auf die Longlist geschafft hatte, war diese Veranstaltung (noch) eher Herausforderung statt Chance.

Freitag 24.03.2017 Messetag.
An dem Eingang der Halle 5 treffen wir sogleich auf den Hamburger Verlag PUNKTUM Bücher! und erfahren von der Verlegerin erste Informationen über die Organisation der Messe und die Standpreise. Fazit nach einigen Gesprächen mit AusstellerInnen: Wenn man einen 2×2 Meter Stand bucht, ist man locker mit 1.000 € inkl. MwSt. dabei. Mit Kosten für Personal, Reise, Unterkunft für 4 Messetage und Werbemitteln kommen da eher 3.000 als 2.000 € Ausgaben für eine Messebeteiligung zusammen. Das will überlegt sein. Ein Gemeinschaftsstand macht möglicherweise Sinn.
Von einer Vertreterin eines linken Hamburger Verlages erfahren wir, dass der Verlag im Börsenverein Mitglied ist, obwohl man mit dessen (verlags-)politischen Aussagen nicht übereinstimmt. Aber einige Vorteile hat so eine Mitgliedschaft schon: man kann mit der Börsenverein-Mitgliedschaft in die Kurt-Wolff-Stiftung aufgenommen werden, sich um den Deutschen Buchpreis bewerben und Rechtsauskünfte erhalten.
Das erste Mal in Leipzig dabei ist dieses Jahr der 1987 gegründete renommierte Ulrike Helmer Verlag.

Das Messe-Begleitprogramm mit 3.583 Lesungen und Diskussionsrunden ist äußerst umfangreich. Will man sich ein individuelles Programm zusammenstellen, kann man hierfür gut in der Datenbank recherchieren oder sich durch das Leipzig-liest-Buch blättern. In den Messehallen selber ist der Geräuschpegel ziemlich hoch und viele Menschen sind in fast ständiger Bewegung um einen rum. Manche AutorInnen lesen ambitioniert vor leeren Stühlen, manche, so bekommt man am Rande mit, können hoffentlich bzw. sicherlich besser schreiben als lesen…

Neben linken Verlagen sind Selfpublisher-DienstleisterInnen und -AutorInnen und religiöse Verlage vertreten.

Es gibt zudem mindestens drei Stände der Neuen Rechten bzw. mit rechtspopulistischer, Pegida- und AfD-naher Ausrichtung: den Ahriman-Verlag, das Magazin Compactdie Wochenzeitung Junge Freiheit und die antifeministische Zeitschrift Deutsche Sprachwelt.
Feministische und/oder antirassistische Gegenaktionen wie den Offenen Brief gegen Compact (2016) gab es 2017 nicht. Dafür eine Minidemo am Compact-Stand am letzten Messetag. Die Messe dient der Gewöhnung an die Ideologie der Neuen Rechte und den von ihr praktizierten Antifeminismus.


Was sonst noch geschah: Margarete Stokowski bloggt  in der taz, das ihre Freundin Ronja von Rönne am Messetag um 7 Uhr Zugfahren muss. Ja, Komfort-Autorinnen haben es echt schwer. Im taz-Blubbertalk versuchen zwei Pop/Post- und eine (ehemalige?) Antifeministin mit ihren Coffee-Bechern super cool zu wirken. Kathrin Gottschalk, stellv. taz-Chefredakteurin, weiß, das die „linken Dauerdemonstranten (…) halt ihre abgegriffenen Parolen haben“ (Minute 29:41) und Ronja von Rönne lässt uns teilhaben an ihrer Erkenntnis – da sie u. a. auch Flugangst kennt -, das bei „legitimer Angst seitens von besorgten Bürgern“ diese sich „mit einer Tasse Kaffee und einem Flüchtling in ein Zimmer setzen sollten“ (Minute 30:07). Denn bei Ängsten helfe nur Konfrontation!
Konfrontieren sollte man diese Frauen auch mit dem Unsinn ihrer Aussagen, ihren Stereotypen und ihrem Halbwissen. Als (re)produzierende Medienfrauen (Buch-Autorin, Spiegel-Online-Autorin, stellv. taz-Chefredakteurin) haben sie die Verantwortung, auch für Wissen für sich selbst zu sorgen.
Es ist nicht die Aufgabe von Flüchtlingen, deutschen Menschen „Angst“ zu nehmen. Und die AfD wird auch nicht nur von 80-jährigen Pegida-DemonstrantInnen umjubelt, wie Rönne meint. (Doch nicht?) komisch, das es für solche platten Aussagen in dem taz-Forum Beifall gab.

Unsere Rückfahrt wird überschattet von einem tödlichen Unglücksfall im Zugverkehr und unsoziales Verhalten von gutbürgerlichen weiblichen weißen Fahrgästen.

Wie wir 2018 auf der Messe vertreten sein werden, werden wir uns in Ruhe überlegen.

Karl-Heinz-Zillmer-Preis (10.000 €)

Wo bleibt das Geld…?

Schauen wir uns den nächsten Preis unter Genderaspekten an: Der mit 10.000 Euro dotierte Karl-Heinz Zillmer-Preis wird seit 1994 an Personen vergeben, die sich als Verlegerinnen durch besonders mutige und weitreichende Entscheidungen und großen persönlichen Einsatz um die Literatur verdient gemacht haben. Stifter des Preises ist der Hamburger Diplom-Ingenieur Karl-Heinz Zillmer (1936-2013).
Die bisherigen PreisträgerInnen sind 12 Männer und 1 Frau:
– Jörg Sundermeier (2016)
– Daniel Beskos und Peter Reichenbach (2015)
– Dr. Andreas Rötzer (2012)
– Heinrich von Berenberg (2010)
– Jürgen Christian Kill (2008)
– Michael Zöllner (2006)
– Ulrich Keicher (2004)
– Urs Engeler (2002)
– Stefan Weidle (2000)
– Johann P. Tammen (1998)
– Dr. Josef Kleinheinrich (1996)
– Katharina Wagenbach-Wolff (1994)

guerrilla-11Da sich 2015 zwei Männer das Preisgeld teilen mussten, sind insgesamt 110.000 € an Männer gegangen und 10.000 € an Frauen, also – die eine Frau!

Die Guerrilla Girls sehen darin eine eindeutige strukturelle Diskriminierung!

Amazon, unabhängige Buchläden und Co.

Die Verhältnisse zwischen Verlagen und Buchhandel sind sehr komplex. Auch wenn der Artikel des Seitenstrassen-Verlages und seine erste Nachbetrachtung aus 2015 ist, hat er dennoch nicht an Aktualität verloren. Er wendete sich gegen die generelle „Verteufelung“ von Amazon und die „Idealisierung“ unabhängiger lokaler Buchhandelsstrukturen.

Der lokale Buchhandel scheint mehr Kritiker zu haben, als von uns vermutet.

Ein Jahr später, Anfang 2016, gab es vom Seitenstrassen-Verlag einen resümierenden Blick auf das Thema.

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