Wikipedia und die (fehlenden) Frauen

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Das ist ja so ein Dauerding, dass Frauen die Lust an Wikipedia schnell vergeht: weil Frauen darin einfach zu wenig inhaltlich präsent sind. Männnliche „Torwächter“ haben anscheinend den ganzen lieben langen Tag nix anderes zu tun, als Löschanträge zu stellen bei Beiträgen, die über Frauen sind. Weniger als 10 Prozent der Wikipedia-AutorInnen sind Frauen. Damit sich inhaltlich etwas ändert, gibt es mehrere Aktionen, eine nun hier bei uns in Deutschland: in München am 01. April 2017!
An diesem Samstag wollen Menschen die Wikipedia mit namhaften Künstlerinnen, Musikerinnen, Feministinnen… bereichern beziehungsweise Artikel mit Fotos, Text etc.  ergänzen. Die Art+Feminism Edit-a-thons finden jährlich weltweit in Institutionen wie dem Museum of Modern Art, New York; der Tate, London; der Yale University statt.

MÜNCHENS ERSTER ART+FEMINISM WIKIPEDIA EDIT-A-THON
1. APRIL → 10:30 – 18:00 Uhr Halle der PLATFORM Kistlerhofstr. 70 → Haus 60 → 3. Stock 81379 München

vorläufiger Ablauf:
Registrierung & Welcome Coffee → 10:30 UHR
Kickoff & Paneldiskussion → 11:00 Uhr
Einführung ins Editieren → 12:30 Uhr
Mittagessen → 14:00 Uhr
Erste Editierrunde → 15:00 Uhr
Zweite Editierrunde → 16:30 Uhr
Gemeinsamer Abschluss → 17:30
Bei Bedarf wird die Veranstaltung zweisprachig (Deutsch und Englisch) durchgeführt.
Bitte bring deinen eigenen Laptop mit!
Und falls vorhanden auch gerne Literatur zum Thema Kunst, Kultur und Feminismus.
Für Getränke, Essen und Kinderbetreuung ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.
Bitte melde dich bis 27.03. an!  Anmelden geht hier.

Die Eindrücke hier und hier machen Lust auf solche Aktionen. Hier die nächsten Termine/Orte. Die Universitäten in Deutschland wären doch toll für ebensolche Aktionen!

 

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Studie: Frauen in Kultur und Medien

Frauen-in-Kultur-und-Medien_Titelbild

Die Studie „Frauen in Kultur und Medien. Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge“ liefert Ergebnisse zu der Repräsentation von Frauen und Männern* (* andere Geschlechter nicht) im Kultur- und Medienbereich in Deutschland.

 

 

Kleiner Zahlenausschnitt:
– in Galerien ausgestellte Werke von Männern: 75 Prozent
– in deutschen Kunstmuseen ausgestellte Werke von Männern: 85-90 Prozent (geschätzt)
– Kino- und Fernsehfilme von Männern inszeniert: 85 Prozent
– Männliche Absolventen im Fach Regie: 58 Prozent
– Männliche Beschäftigte in Kulturorchestern: 73 Prozent
– Anteile der männlichen Professoren an künstlerischen Hochschulen: 74,5 Prozent

Die Bücherfrauen hatten ähnliche Ergebnisse in ihrer Studie (2010) und entsprechende Forderungen gestellt. Zu kritisieren ist vor allem die fehlende Datenlage, die weder vom Börsenverein noch staatlicherseits erhoben wird. Auch für Deutschland wäre zum Beispiel ein VIDA Count gut.

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